Einst war der Fluss Douro die Hauptverkehrsader für den Portwein-Transport. Über sie wurde der Portwein aus dem Anbaugebiet Alto Douro flussabwärts zu den großen Portweinkellereien in den Städten Porto und Vila Nova de Gaia verschifft. Heute übernehmen Lkws diesen Transport. Der Handel mit Portwein prägt Vila Nova de Gaia jedoch bis heute. In den Kellereien und Lagerhäusern reift der süße Wein mindestens zwei Jahre, teilweise auch viel länger. Die Stadt ist das Zentrum der portugiesischen Portweinproduktion und die Hallen der Produzenten an der Uferpromenade des Douro ziehen viele Touristen an.
Die Architektur zum Wein weiterlesenRuheort zwischen See und Skyline
Bereits in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, als der Venezianer Marco Polo auf seinen Reisen das chinesische Reich durchquerte, war Suzhou die Seidenhauptstadt des Landes. Bis heute konnte die Stadt ihre führende Position in der Seidenproduktion behaupten. Das 2500 Jahre alte Suzhou ist mittlerweile eine Millionenmetropole und ein Zentrum der Hightech-Industrie. Ein Wahrzeichen der Stadt ist das „Gate to the East“, ein 300 Meter hoher Zwillingsturm, dessen obere Etagen sich zu einem gigantischen Bogen verbinden. Der Wolkenkratzer unterstreicht die Bedeutung der Stadt für das moderne China. Zu seinen Füßen, eingebettet zwischen ein Kampferbaum-Wäldchen und das Ufer des Jinji-Sees, wurde ein Pavillon gebaut, der die traditionelle und die moderne Seite Chinas vereint.
Ruheort zwischen See und Skyline weiterlesenLicht und Schatten
Das Greenspace ist eines der auffälligsten Bauwerke im Wissenschafts- und Technologiepark von Gijón. Dabei wirkt der Quader, der das eigentliche Gebäudevolumen bildet, eher unauffällig, schon fast asketisch. Eine vorgelagerte Pergola verwandelt diesen Eindruck jedoch ins Gegenteil. Sie erstreckt sich an der Frontseite fast über die gesamte Breite des Gebäudes und steigt im schrägen Winkel vom Boden bis zum Dach an. Dieses sehr präsente und ungewöhnliche Gestaltungselement zeugt vom wahren Charakter des Greenspace: Durch die erfolgreiche Verbindung von Architektur und Photovoltaik wurde hier eine hohe Energieeffizienz erreicht. Das Netto-Null-Energie-Gebäude erzeugt mehr Energie als es verbraucht.
Licht und Schatten weiterlesenDoppelt aufgestockt und halb versteckt
Bezahlbarer Wohnraum ist ein wichtiger Punkt auf der politischen Agenda vieler Parteien. Doch gerade in den dicht besiedelten Innenstädten fehlt oft der Platz für neue Gebäude. Und selbst wenn dieser vorhanden ist, steht eine vermehrte Bautätigkeit oft im Konflikt mit einer ökologisch sinnvollen Entsiegelung der Flächen. Auch in Hamburg wird nach Lösungen für dieses Dilemma gesucht. Die Elbmetropole ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und mit rund 1,86 Millionen Einwohnern mittlerweile die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Freie Flächen für neue Gebäude sind besonders in der Kernstadt kaum zu finden – und wenn, dann sind sie entsprechend teuer.
Doppelt aufgestockt und halb versteckt weiterlesenNeues Lernen zwischen alten Wegen
Zeitgleich zum 20-jährigen Jubiläum der Aufnahme Estlands in die Europäische Union und die NATO wurde im vergangenen Jahr eine Schule in der Stadt Narva eröffnet. Mit circa 55.000 Einwohnern ist Narva die drittgrößte Stadt Estlands und ein wichtiger Industriestandort. Geografisch ist sie nur durch einen Fluss, der ebenfalls Narva heißt, von Russland getrennt. So wurde Narva zum Zentrum der russischsprachigen Minderheit des Landes. Rund 95 % der Einwohner der Stadt gehören zu dieser Gruppe.
Neues Lernen zwischen alten Wegen weiterlesenDie Rückkehr des Königs
Ein Whisky braucht Zeit, um seinen Geschmack zu entfalten und um seinen Wert zu steigern. Eine Destillerie, die neu beginnt, ist deswegen auf eine gute Strategie angewiesen. Sie muss die Zeit überbrücken, in der zunächst nur junge Jahrgänge zum Verkauf angeboten werden können.
Die Rückkehr des Königs weiterlesenFirstlose Wiedergeburt
Das belgische Waasmunster ist eine kleine Gemeinde zwischen Antwerpen und Gent in der flämischen Provinz Ostflandern. Umgeben von Feldern präsentiert der Ort selbst sich mit einem grünen Antlitz. Waldreiche Grundstücke bestimmen das Bild. Fast wirkt es, als seien die Häuser mit großzügigen Abständen direkt in eine weitläufige Parklandschaft hineingebaut worden. JUMA Architects erhielten den Auftrag, in diesem Umfeld ein aufgegebenes Haus aus dem Jahr 1987 zu neuem Leben zu erwecken.
Firstlose Wiedergeburt weiterlesenNachts im Wald
Wie sollte ein Hotel aussehen, das sich von Bäumen umgeben optimal in ein natürliches Umfeld einfügt? Für die Betreiber des Hochseilgartens K1 gab es da nur eine passende Antwort. Jedes Hotelzimmer sollte als eigenes kleines Baumhaus gestaltet werden. Die praktische Umsetzung dieser Idee zeigt das Baumhaushotel K1 am Hochseilgarten in der Nähe von Odenthal im Bergischen Land. Mitten in der Natur bieten alle Baumhäuser einen dezent-luxuriösen Komfort. „Echo“ ist eines dieser Baumhäuser. Es besitzt eine Hülle, die mit Schindeln aus QUARTZ-ZINC bekleidet ist.
Nachts im Wald weiterlesenHeilsame Architektur im Strafvollzug
Kaum jemand würde beim Anblick des zweigeschossigen Gebäudes in der britischen Küstenstadt Southampton vermuten, dass sich hinter dem freundlichen Antlitz die humanere Version einer Justizvollzugsanstalt verbirgt. Das Gebäude fügt sich fast nahtlos in das viktorianisch geprägte Umfeld ein, doch das helle Ziegelmauerwerk und die grünen Zinkdächer weisen darauf hin, dass es sich um einen kompletten Neubau handelt. In der Straßenansicht präsentiert es sich wie ein Ensemble aus drei Einfamilienhäusern. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass die einzelnen Baukörper miteinander verbunden sind.
Heilsame Architektur im Strafvollzug weiterlesenGrüne Erneuerung
Das umfangreiche Hotelangebot in Paris macht es schwer, Übernachtungsgäste noch mit neuen Ideen zu begeistern. Doch genau das ist dem Hotel La Fantaisie in der Rue Cadet gelungen. Es liegt in einer engen Seitengasse des belebten 9. Pariser Arrondissements und positioniert sich mit einer grünen Zinkfassade und vielen Pflanzen als Rückzugsort inmitten der umtriebigen Großstadt. Gleichzeitig bilden diese grünen Akzente auch eine Anspielung auf die Geschichte des Standorts. Früher wurde die kleine Straße von Gemüsegärten und Gewächshäusern gesäumt, deren Produkte für den königlichen Hof bestimmt waren. Sogar ihren Namen verdankt die Straße einer Gärtnerfamilie. Bereits im 16. Jahrhundert sollen die Cadets im Dienste König Karls IX. gestanden haben.
Grüne Erneuerung weiterlesen